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Trailsurfers Racingteam inmitten von 45.000 Besuchern beim Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by FSA

Die 24. Auflage des Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by FSA hat vom 28. April bis 1. Mai 2017 in Riva del Garda stattgefunden. Gemeinsam mit den 45.000 Besuchern des Festivals hat das Trailsurfers Racingsteam den Startschuss in die europäische Mountainbike-Saison zelebriert.

In gutgelaunter Atmosphäre gab es in den vollen Gassen des Festivalgeländes jede Menge Spaß beim Fachsimpeln. Insgesamt waren rund 150 Aussteller mit ihren knapp 300 Marken vor Ort und nutzen den direkten Kontakt zum Biker, um Produktneuheiten und innovative Entwicklungen vorzustellen.

Natürlich kam das biken an diesen Tagen nicht zu kurz. Am Freitag wurde sich bei noch aprilhaftem Wetter zunächst locker eingerollt. Mit knapp 32 km und 850 Höhenmeter ging es zunächst von Riva del Garda über die Localita Deva entlang des Tennosees bis nach Ballino. Von hier aus ging es in das mittelalterliche am Hang klammernde Dorf Canale di Tenno. Zweifelsohne eine obligatorische Etappe für alle, die in das Flair eines Ortes aus längst vergessenen Zeiten eintauchen wollen. Enge gepflasterte Gassen, Bogengänge, kleine Innenhöfe, Häuser, die sich wie in den alten Dörfern aus dem 13. Jahrhundert aneinander reihen zeichneten unsere Durchfahrt. In einer rasanten Abfahrt zwischen Oleander und Olivenbäumen ging es dann in Serpentinen wieder zurück nach Riva.

Passend zum Maianfang strahlte am zweiten Tag die Sonne vom Himmel. Ideales Wetter um die ersten höheren Berge zu erklimmen und sich einen Blick von oben zu verschaffen. Unsere Tour führte ausgehend von Riva del Garda über die am Nordufer des Gardasees verlaufende Ponalestraße – den schönsten Radweg der Welt – hinein in das Ledrotal bis nach Bezzecca. Von dort ging es bis zum Rifugio Nino Pernici auf 1.600 Meter Höhe, um dann über eine Abfahrt mit den feinsten Rütteltrials, die der Gardasee zu bieten hat, abzufahren. Auf dieser Abfahrtsstrecke wurde in den Anfangsjahren des Bikesports das legendäre Adrenalina-Downhill-Rennen ausgetragen. Vorbei am Rifugio Capanna Grassi ging die Tour auf steinigen Karrenwegen bis nach Righi. Ab hier folgte unser Weg entlang des Hangs vorbei an der Ruine des Turms von San Giovanni bis zur Ruine der Bastione. In vielen schönen Kurven bergab ging es dann zurück nach Riva del Garda. Am Ende spuckten die Radcomputer 48 km und 1700 Höhenmeter aus. 

Mit Sonnenaufgang war uns auch am dritten Tag das Wetter wohl gesonnen. Gut so, denn für diesen Tag hatten wir uns die diesjährige „Königsetappe“ mit 73 km und 2.200 Höhenmetern vorgenommen. Die große Runde über den berühmten Tremalzo Pass stand bevor. Wie tags zuvor pedalierten wir zunächst auf dem schönsten Radweg der Welt in Richtung Ledrosee.  Nach einer flachen Passage direkt am Seeufer entlang gelangten wir in das Ortschäftchen Pieve. Von hier aus führte der Radweg über Tiarno di Sopra bis zur Strada di Usarom – dem Einstieg zum Anstieg auf den Tremalzo Pass. Von hier bis zur Passhöhe bzw. bis zum Rifugio Garda, wo wir unsere Energiespeicher wieder auffüllten, mussten 1.100 Höhenmeter am Stück überwunden werden. Nach Pasta, Cappucino und einer kurzen Rast fuhren wir die letzten Höhenmeter hinauf zum Tunnel am Corno della Marogna, durch welchen wir den Berg durchquerten. Auf der anderen Seite angekommen, sahen wir hinunter auf den Gardasee und die Tremalzo Schotterstraße, die sich in vielen Serpentinen eng an die Felsen unter uns schmiegte. Von hier an ging es über den groben Schotterweg im Rausch bergab bis zum Passo Nota und weiter in Richtung Bocca dei Fortini. Entlang des Hangs und vorbei an der Hütte von Baita B. Segala wurde der Weg immer schmaler und führte schließlich als Singletrail bis zum Passo Rocchetta weiter. Über das Ortzentrum von Pregasina folgten wir der Hauptstraße bergab bis zur Tunneleinfahrt und bogen rechts ab auf die alte, gesperrte Asphaltstraße. Auf diesem schönen, halb zugewachsenen Sträßchen fuhren wir bergab bis zu der von der Auffahrt bekannten alten Ponalestraße. Bevor wir zum Ausgangspunkt aber zurückfuhren, gabs erst noch einen Apres-Bike-Cappuccino im Ponalealto.

Neben den drei Touren starteten darüber hinaus beim Rocky Mountain BIKE Marathon – dem Höhepunkt des Festivals – Patrick Weidinger Daniel Schilling und Larissa Blattert.

Patrick stellte sich beim ersten europäischen Marathonklassiker, der Königsdistanz, der Ronda Extrema bei der es 90,5km und über 3.800 Höhenmeter zu bewältigten gab. Trotz der langen Distanz war die Startphase sehr hektisch, und erst nach dem ersten Anstieg sortierte sich das Fahrerfeld. Durch den frühen Start um 7:30 Uhr waren es sehr kühle Bedingungen die man neben den steilen langen Anstiegen und den sehr verblockten und steinigen Abfahrten bezwingen musste. Diese Bedingungen machten Patrick wie auch den anderen Fahrern sehr zu schaffen. Doch trotzdem schaffte es ins Ziel, was bei diesem Rennen der größte Erfolg ist. In 7 Stunden und 44 min am der Stuttgarter auf Platz 127 ins Ziel und belegte in seiner Altersklasse sogar den 56. Platz. Daniel und Larissa machten sich eine halbe Stunde nach Patrick auf der Ronda Facile auf den Weg. Daniel wählte diese Distanz, da er so die Vorbereitung durch die Cross-Country Rennen bestens ausnutzen konnte. Daniel kam von Beginn an gut weg und führte das Feld in den ersten Anstieg der 29 km langen Stecke. Larissa konnte sich ebenfalls gut im Feld platzieren, und konnte so sich so optimal den ersten Anstieg einteilen. Bis zum letzten Trail des Rennens war Daniel auf dem 2. Platz sicher platziert und hat auf Platz 3 bereits 4 Minuten Vorsprung. Leider machte ihm ein Plattfuß ein Strich durch die Rechnung bei einem internationalen Rennen auf dem Podium zustehen. Da sich der Platten nicht direkt beheben ließ musste er die anderen Fahrer passieren lassen. Diese Enttäuschung wurde aber schnell in neuen Ehrgeiz umgewandelt. Auf den letzten 5 km von Arco nach Riva del Garda, arbeiteten Larissa und Daniel zusammen und konnten das Tempo richtig hochschrauben. Durch den Zielspurt machte Larissa deutlich Plätze gut. Und so kamen die beiden gemeinsam nach 1 Stunde 38 Minuten ins Ziel. Larissa belegte somit den 13 Platz unter den weiblichen Startern und Platz 10 in der Damenklasse. Für Daniel der die Topplatzierung leider aufgeben musste, reichte dies trotzdem noch zu einem 67. Platz und dem 31. Platz in seiner Altersklasse.

Bildergalerie - Racing Team 05-2017 Riva